Einen Bautrockner stellen Sie zentral in den Raum, mit mindestens 50 cm Abstand zu Wänden und Möbeln. Fenster und Außentüren bleiben geschlossen, die Innentüren der Trocknungszone dagegen offen. Nur so zirkuliert die feuchte Raumluft frei zum Gerät, und der Kondensationstrockner arbeitet mit voller Leistung. Ein Ventilator, der die feuchte Luft aktiv heranträgt, beschleunigt die Trocknung zusätzlich.
Inhalt dieser Seite
- Vor dem Einschalten: Ruhezeit nach dem Transport
- Der optimale Standort im Raum
- Raumklima und Umgebung richtig einstellen
- Bautrockner mit Ventilator kombinieren
- Häufige Fragen zur Aufstellung
Vor dem Einschalten: Ruhezeit nach dem Transport
Ein Kondensationstrockner braucht nach dem Transport eine Ruhezeit, bevor Sie ihn einschalten. Im Gerät arbeitet ein Kältekreis wie in einem Kühlschrank. Wird das Gerät bewegt, verteilt sich das Kältemittel im System und muss sich erst wieder im Kompressor sammeln. Startet der Trockner zu früh, kann der Kompressor Schaden nehmen.
- Stehend transportiert: 30 Minuten bis 2 Stunden warten, dann einschalten.
- Liegend transportiert: das Gerät aufrecht hinstellen und 12 bis 24 Stunden ruhen lassen, damit sich das Kältemittel zurückzieht.
Welches Gerät für Ihren Raum das richtige ist und wie sich Kondensations- und Adsorptionstrockner unterscheiden, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Adsorptions- und Kondensationstrocknern sowie in der Gerätekunde zum Bautrockner.
Der optimale Standort im Raum
Der beste Standort ist die Raummitte. Von dort erreicht das Gerät die Luft aus allen Richtungen gleichmäßig. In einer Ecke oder Nische saugt der Trockner immer dieselbe, bereits getrocknete Luft an, während die Feuchtigkeit im übrigen Raum stehen bleibt.
- Mittig aufstellen, mindestens 50 cm Abstand zu Wänden und Möbeln, damit die Ansaug- und Ausblasöffnungen frei bleiben.
- Leicht erhöht auf ein kleines Podest oder zwei Holzlatten stellen. So zirkuliert die Luft auch am Boden, wo die Feuchtigkeit am längsten hält.
- Über mehrere Etagen mindestens ein Gerät pro Etage einsetzen, denn feuchte Luft wandert nicht von selbst nach oben oder unten.
- Den Luftauslass nicht direkt auf frischen Putz oder Estrich richten. Der harte Luftstrom trocknet die Oberfläche zu schnell und lässt sie reißen.

Wie viele Geräte und welche Leistungsstufe ein Raum tatsächlich braucht, hängt von Fläche und Feuchtemenge ab. Die Berechnung finden Sie im Ratgeber Bautrockner richtig dimensionieren.
Raumklima und Umgebung richtig einstellen
Ein Bautrockner arbeitet nur in einem geschlossenen Raum effizient. Jede offene Verbindung nach außen bringt neue Feuchtigkeit herein, die das Gerät zusätzlich abarbeiten müsste. Deshalb gilt das Fenster-zu-Prinzip, das wir im Ratgeber zur Trocknung nach Wasserschaden genauer erklären.
- Alle Fenster und Außentüren komplett schließen. Frische Außenluft transportiert immer neue Feuchte in den Raum.
- Innentüren innerhalb der Trocknungszone offen lassen, damit die feuchte Luft ungehindert zum Gerät wandert.
- Die Raumtemperatur auf 18 bis 22 °C halten. In diesem Bereich nimmt die Luft am meisten Feuchtigkeit auf.
- Fällt die Temperatur unter 15 °C, ein Zusatzheizgerät aufstellen, aber weit entfernt vom Trockner, damit die warme Luft nicht direkt wieder abgesaugt wird.
Wer den Raum vor dem Einschalten auf 18 bis 22 Grad vorheizt, verkürzt die Trocknung spürbar. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf, die der Trockner anschließend herauskondensiert. Unter 15 Grad arbeitet ein Kondensationsgerät kaum noch. Dann gehört ein Heizgebläse dazu, aber niemals direkt neben den Trockner, sonst zieht das Gerät nur die warme Luft ab, statt die Feuchte aus dem Raum zu holen.
Georg Zischka, Klima Center
Wie stark die Heizung und der Dauerbetrieb auf die Stromrechnung durchschlagen, zeigt der Ratgeber Stromverbrauch eines Bautrockners.
Bautrockner mit Ventilator kombinieren
Ein Ventilator ersetzt den Bautrockner nicht, macht ihn aber deutlich effizienter. Der Trockner entzieht der Luft die Feuchtigkeit nur dort, wo er sie ansaugt. In entlegenen Ecken und hinter Möbeln steht die feuchte Luft dagegen still. Ein Ventilator bringt sie in Bewegung und liefert sie schneller beim Gerät ab.
- Zusätzliche Axialventilatoren in den äußeren Raumbereichen aufstellen, wo der Trockner die Luft schlechter erreicht.
- Das Gebläse in Richtung Bautrockner ausrichten, damit es die feuchte Luft aktiv heranträgt, statt sie nur im Kreis zu wirbeln.
- Den Dauerbetrieb über einen Abwasserschlauch oder ein Pumpenset in einen Abfluss sichern. Ohne Ableitung schaltet das Gerät bei vollem Tank ab und die Trocknung stoppt unbemerkt.
Eine Hausverwaltung ließ nach einem Rohrbruch zwei Etagen gleichzeitig trocknen: pro Etage ein Gerät, ergänzt um je einen Ventilator in der hinteren Raumecke. So erreichte die feuchte Luft aus den entlegenen Bereichen den Trockner, statt in toten Winkeln zu verharren, und beide Etagen waren gleichmäßig trocken. Passende Geräte und Ventilatoren gibt es im Bautrockner-Verleih in Rosenheim. Für großflächige Estrich- oder Dämmschichttrocknung eignet sich zusätzlich ein Seitenkanalverdichter mit Dämmschichttrockner.

Sind Sie unsicher, wie viele Geräte und Ventilatoren Ihr Schaden braucht, beraten wir Sie gern. Schildern Sie uns Ihre Situation einfach über unser Kontaktformular.
Häufige Fragen zur Aufstellung
Stellen Sie den Bautrockner zentral in den Raum, mit mindestens 50 cm Abstand zu Wänden und Möbeln. Fenster und Außentüren bleiben geschlossen, die Innentüren der Trocknungszone offen. So zirkuliert die feuchte Luft frei zum Gerät und der Trockner arbeitet mit voller Leistung.
Nach stehendem Transport reichen 30 Minuten bis 2 Stunden Ruhezeit. Wurde das Gerät liegend transportiert, stellen Sie es aufrecht hin und lassen es 12 bis 24 Stunden ruhen. Erst dann hat sich das Kältemittel wieder im Kompressor gesammelt und ein zu früher Start schadet dem Gerät nicht.
In die Raummitte, nicht in eine Ecke oder Nische. Stellen Sie ihn leicht erhöht auf ein Podest oder zwei Holzlatten, damit die Luft auch am Boden zirkuliert. Über mehrere Etagen brauchen Sie mindestens ein Gerät pro Etage.
Ja. Fenster und Außentüren bleiben komplett geschlossen, sonst bringt frische Außenluft ständig neue Feuchtigkeit herein. Die Innentüren innerhalb der Trocknungszone lassen Sie dagegen offen, damit die feuchte Luft ungehindert zum Bautrockner wandern kann.
Ja. Ein Ventilator ersetzt den Trockner nicht, macht ihn aber effizienter. Er bringt die feuchte Luft aus entlegenen Ecken in Bewegung und trägt sie zum Gerät. Richten Sie das Gebläse auf den Bautrockner und stellen Sie Ventilatoren in den äußeren Raumbereichen auf.
Ein Kondensationstrockner arbeitet am besten bei 18 bis 22 °C, weil warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Unter 15 °C sinkt die Leistung stark ab. Dann sollten Sie den Raum mit einem Heizgerät wärmen, das Sie aber weit entfernt vom Trockner aufstellen.






