Wie schnell trocknet Estrich?

Die Freude ist groß, wenn es endlich heißt, dass der Estrich im neuen Haus verlegt werden kann. Denn danach kann es endlich weitergehen mit den Bodenbelägen. Allerdings stellt die lange Trocknungszeit von Estrich die Häuslebauer vor eine Geduldsprobe. Denn erst wenn der Estrich getrocknet ist, kann es weitergehen. Wie lange der Estrich trocknen muss, hängt zum einen von der Qualität des Produkts ab und zum anderen von äußeren Faktoren. Welche Faktoren das sein können und welche Arten von Estrich es gibt, wird im folgenden Text erläutert.

Zementestrich – häufigste Estrichart

Der Hauptbestandteil von Estrich ist das Bindemittel. Nach diesem werden die Arten der Estriche unterschieden. Der Zementestrich gehört zu den geläufigsten und kann auch von geübten Heimwerkern aufgetragen werden. Er wird mit Wasser angemischt und dann fließend verteilt. Er ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, einen hohen Verschleißwiderstand sowie guter Griffigkeit aus. Nicht nur im Wohnbereich, auch in Kellerräumen, Garagen und Werkhallen wird Zementestrich eingesetzt. In einigen Verkaufs- und Gewerberäumen wird er zum Teil sogar als besonderes Designelement durchgefärbt und geschliffen.

Weitere Arten von Estrichen können Calciumsulfatestrich, Magnesiaestrich, Gussasphaltestrich oder Kunstharzest sein. Auf diese Estricharten wird in diesem Text jedoch nicht näher eingegangen. Sie sollten aber der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben.

Von diesen Faktoren hängt die Trockenzeit von Estrich ab

Wie bereits am Anfang erläutert, hängt die Trockenzeit unter anderem von der Qualität sowie den äußeren Faktoren ab. Natürlich ist dazu entscheidend, wie dick der Estrich aufgetragen wird. Hier gilt die Devise, besser zu viel als zu wenig. Sie sollten nicht am Material sparen und sich für eine zu dünne Estrichschicht entscheiden. Es ist sinnvoller, lieber ein paar Tage länger zu warten um ein optimales und langfristig gutes Ergebnis zu erzielen. Luftfeuchtigkeit und Temperatur nehmen ebenfalls Einfluss auf die Trockenzeit. Selten liegen optimale Bedingungen vor. Deshalb nutzen die Profis häufig Trocknungsgeräte, um die Trockenzeit zu verringern. Diese Bautrocknungsgeräte sind auch unter dem Fachbegriff Adsorptionsgeräte in Handwerkerkreisen geläufig. Keine Sorge, Sie müssen sich das Gerät nicht extra kaufen. Sie können sich diese leihen. Lassen Sie sich jedoch von einem Profi beraten, damit sie den richtigen Bautrockner einsetzen. Raumgröße und Leistung des Geräts müssen aufeinander abgestimmt werden. Der Bautrockner funktioniert ähnlich wie ein Luftentfeuchter.

In diesem Neubau wird demnächst der Estrich eingebracht. Um den Estrich so schnell wie möglich zu trocknen werden Bautrockner zur Beschleunigung eingesetzt.

Richtwerte für die Trockenzeit

Es gibt drei Werte, die bei der Trockenzeit berücksichtigt werden. Estrich werden bewertet nach begehbar, belastbar und belegbar. In dieser Reihenfolge können die Handwerker vorgehen. Nach ca. zwei bis drei Tagen ist der Estrich begehbar. Nach etwa zehn Tagen kann der Belag belastet werden. Verlegt werden kann dann im Schnitt nach 28 Tage. Wie weit der Estrich wirklich getrocknet ist, sollte unbedingt mit einer fachmännisch durchgeführten Feuchtemessung festgestellt werden. Hohe Temperaturen wie im Sommer oder hohe relative Luftfeuchte verlängern die Trockenzeit erheblich. Auch wenn es schwerfällt zu warten und Sie vorankommen möchten auf der Baustelle, seien Sie nicht zu vorschnell, sondern organisieren Sie sich einen Bautrockner um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. So riskieren Sie keine große Verzögerung in der Bauplanung.

Das ist bei Fußbodenheizung zu beachten

Haben Sie eine Fußbodenheizung geplant, müssen Sie einiges beachten. Der Zementestrich eignet sich auch hier hervorragend. Die Fußbodenheizung wird bereits in den noch flüssigen Estrich mit eingearbeitet. Noch bevor der Estrich getrocknet ist, wird die Heizung langsam eingeschaltet. Dafür gibt es sogenannte Aufheizpläne, die in der Regel schon vom Hersteller vorinstalliert sind. Die Temperatur wird täglich etwas erhöht. Danach langsam wieder reduziert, bis der Estrich vollkommen trocken ist. Das verhindert die spätere Bildung von Rissen, die entstehen können, bei Temperaturveränderungen im Boden.

Zusammenfassung

Um Unebenheiten, Risse oder Verformungen im Estrich zu vermeiden, achten Sie darauf, dass der Estrich vollkommen getrocknet ist. In der Regel können Sie sich auf die Herstellerangaben verlassen, wenn die äußeren Faktoren nicht stark vom Normalzustand abweichen. Je nach Estrichart und späterer Nutzung variieren die Zeiten. Nutzen Sie die Möglichkeit sich einen Bautrockner zu leihen, um die Trockenzeit zu beschleunigen und die Feuchtigkeit komplett aus dem Estrich rauszuholen.

Bautrockner leihen

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